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Fassade des Iwalewhaus in der Bayreuther Innenstadt

Bayreuther Stadtgespräche

Die Bayreuther Stadtgespräche finden seit Juli 2014 regelmäßig im Iwalewahaus statt. Jeweils am ersten Mittwoch eines Monats von 18 bis zirka 19.30 Uhr bieten wechselnde Referenten und Referentinnen Einblicke in spannende und aktuelle Themen. Die Vorträge stehen allen Interessierten ohne Anmeldung offen – der Eintritt ist kostenlos.

Der Grundgedanke der Bayreuther Stadtgespräche ist es, die Verbindung von Stadt und Universität zu stärken. Deswegen richtet sich die Veranstaltungsreihe an alle Bayreuther Bürgerinnen und Bürger.

Vortragsort ist das Iwalewahaus (Wölfelstraße) im Herzen Bayreuths – direkt neben dem Markgräflichen Opernhaus. Die Referentinnen und Referenten kommen von der Universität Bayreuth, anderen Universitäten oder Forschungsinstituten oder aus der (Hochschul-)Politik. Es werden (hochschul-)politische Themen aufgegriffen und Fragen diskutiert, die die Wissenschaft oder die Bürgerinnen und Bürger aktuell beschäftigen. Auch für Fachfremde und Nicht-Wissenschaftler und Nicht-Wissenschaftlerinnen geschieht dies in verständlicher Art und Weise.

Die Vorträge werden von der Universität Bayreuth gemeinsam mit dem Universitätsverein Bayreuth e. V. und mit der Unterstützung des Universitäts-Forum Bayreuth – Kollegium Bayreuther Univ.-Professoren i. R. organisiert.

Kommende Termine der Bayreuther Stadtgespräche

4. März 2026, 18.00 Uhr

Wa(h)re Liebe im Spitzensport: Zwischen Herz und Marketing?! 

Referent: Prof. Dr. Tim Ströbel, Inhaber des Lehrstuhls für Marketing & Sportmanagement an der Universität Bayreuth

Schneller – höher – weiter: Dieser olympische Dreiklang hat den Spitzensport über Jahrzehnte geprägt. Doch heute bestimmen längst andere Kräfte das sportliche Geschehen: Milliardenumsätze, globale Reichweiten und eine Markenindustrie, die Athletinnen, Athleten und Sportorganisationen zu globalen Identifikationsfiguren macht.

Markenbildung ist im internationalen Spitzensport zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor geworden – manchmal sogar unabhängig vom sportlichen Abschneiden. Welchen Stellenwert haben Marken für Sportorganisationen, wie den FC Bayern München oder den FC St. Pauli? Wie gelingt es Athletinnen und Athleten, sich selbst als Marke zu etablieren – man denke nur an Cristiano Ronaldo, Naomi Osaka oder Michael Jordan, deren Markenwert heute oft größer ist als jeder sportliche Titel. Und welche Rolle nehmen Fans unterschiedlicher Generationen in dieser Entwicklung ein?

Diesen Fragen geht Prof. Ströbel im Stadtgespräch nach. Ströbel hat zahlreiche Sportorganisationen beraten – von regionalen Top‑Clubs bis hin zum FC St. Pauli, mit dem er gemeinsam ein vielbeachtetes Markenprojekt umgesetzt hat. Die Zusammenarbeit wurde im Herbst 2025 mit dem Sport Organisation Award der European Association for Sport Management ausgezeichnet. Darüber hinaus forscht Ströbel zu Fanverhalten, digitaler Sportvermarktung und Markenführung im Profisport und hat mehrere Projekte begleitet, die sich mit der Internationalisierung und Zukunft im Sportmarketing beschäftigen.


vergangene Termine 2026

04. Februar 2026, 18 Uhr:

Referent: Prof. Dr. Anno Mungen, Leiter des Forschungsinstitut für Musiktheater (fimt) und Inhaber des Lehrstuhls für Theaterwissenschaften unter besonderer Berücksichtigung des Musiktheaters, Universität Bayreuth


2026 feiern die Stadt Bayreuth und die Festspiele selbst das 150-jährige Bestehen des ältesten Musikfestivals der Welt, das sich ausschließlich mit einem Komponisten - Richard Wagner -beschäftigt. Anno Mungen, Autor unter anderem des Buches „Hier gilt’s der Kunst: Wieland Wagner von 1941 – 1945“ und ausgewiesener Kenner der Festspiele, wird im Stadtgespräch einen wichtigen Blick auf die Festspiel-Historie einbringen. Mungen veröffentlicht im Juni 2026 sein neues Buch „Von Bayreuth nach Auschwitz“, Untertitel: „Oper -Politik – Gewalt“. (erscheint im Westen-Verlag). Worum es darin gehen wird, verrät diese Vorschau des Verlags: „Sie führen Krieg, foltern, morden – und sind kunstbeflissen: die Männer des Nationalsozialismus. Bayreuth ist seit 1900 ein beliebter Treffpunkt völkisch denkender Kreise. Anno Mungen zeigt, wie Kultur, Krieg und Massenmord in den letzten Jahren des Regimes zusammenwirken. Noch bis in die letzten Kriegstage werden Teile des Musikbetriebs aufrechterhalten, um die behauptete kulturelle Überlegenheit gegenüber anderen Völkern und den Juden zu dokumentieren. Bis heute behaupten große Teile der Wagner-Gemeinde, dass man sich im national-sozialistischen Bayreuth nur für wertfreie Kultur interessiert und sich der politischen Vereinnahmung entzogen habe. Es ist an der Zeit, erstmalig die Kontexte von Gewalt und Kunst in der hier aufscheinenden engen Verstrickung aufzuzeigen.“
 

Vergangene Termine der Veranstaltungsreihe

Für weitere Informationen steht gern zur Verfügung

Mann mit Brille

Gert-Dieter Meier

Wissenschaftskommunikation, Abteilung Presse, Marketing und Kommunikation

Telefon: 0921 / 55-5356
E-Mail: gert-dieter.meier@uni-bayreuth.de