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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 149/2021 vom 22. Oktober 2021

Feierliche Verleihung: Der Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens ist Ehrendoktor der Universität Bayreuth

Ein Journalist, der komplexe geowissenschaftliche und biologische Sachverhalte für ein breites Publikum in sehr ansprechender Weise aufbereitet und großen Wert auf die wissenschaftliche Solidität der vermittelten Themen legt: Dirk Steffens, seit vergangenem Jahr Ehrendoktor der Fakultät Biologie, Chemie und Geowissenschaften der Universität Bayreuth, wurde am Donnerstag, 21.10.2021, mit einer Feierstunde im Audimax der Uni Bayreuth persönlich gewürdigt. 

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Der Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens im Audimax der Universität Bayreuth, die ihm die Ehrendoktorwürde verliehen hat.

„Diese Auszeichnung ist die vielleicht schönste, die ich mir überhaupt vorstellen kann, denn sie wird von den Frauen und Männern verliehen, über deren Forschung ich berichten darf.“ Mit diesen Worten bedankt sich Dirk Steffens, TV-Moderator, Wissenschaftsjournalist und seit kurzem Ehrendoktor der Universität Bayreuth für die Ehrenpromotion der Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften. Er fügt an: „Das ist eine große Ehre für mich. Und eine Verpflichtung.“

Exakt diese Auffassung, sich der Wissenschaft verpflichtet zu fühlen, hat die Fakultät für den renommierten Journalisten eingenommen und zur Ehrenpromotion bewegt: Dirk Steffens, vielen aus der ZDF-Infoserie „Terra X“ bekannt, fühlt sich verpflichtet, wissenschaftliche Erkenntnisse so zu erklären, dass nicht nur ein kleiner Zirkel von Fachleuten informiert ist, sondern die breite Bevölkerung erfährt und versteht, was in der Natur vor sich geht und wie der Mensch darauf Einfluss nimmt. „Vor dem Hintergrund von Artensterben, Klimawandel und Pandemien war es noch nie so wichtig wie heute, naturwissenschaftliche Erkenntnisse schnell und zuverlässig möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen“, davon ist Steffens überzeugt.

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v.l.: Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, ehemaliger Generaldirektor Senckenberg-Institut, Prof. Dr. Benedikt Westermann, Dekan der Fakultät Biologie, Chemie und Geowissenschaften, Prof. Dr. Carl Beierkuhnlein, Inhaber des Lehrstuhls für Biogeographie, Dr. h.c. Dirk Steffens und Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible.

Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible spannt den Bogen weiter: „Wissen ist Grundlage demokratischer Prozesse; denn wir wollen auf Basis guter Informationen wissenschaftliche Ergebnisse kritisch reflektieren, um informierte persönliche Entscheidungen treffen zu können. Dafür brauchen wir eine verantwortungsvolle Wissenschaftskommunikation, die sich als integrales Element des Wissenschaftssystems versteht.“

Daran knüpft Prof. Dr. Benedikt Westermann, Dekan der verleihenden Fakultät, an, wenn er sagt: „Wissenschaftliche Erkenntnisse können in der Gesellschaft nur dann etwas bewegen, wenn sie der Öffentlichkeit in einer verständlichen, unterhaltsamen und – ganz wichtig! – korrekten Art und Weise präsentiert werden. Hier hat sich Dirk Steffens besondere Verdienste erworben, und dafür verleiht ihm die Fakultät die Ehrendoktorwürde.“

In der Laudatio auf den Ehrendoktor der Fakultät sagte Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Paläontologe und bis Ende 2020 Generaldirektor des Forschungsinstituts und des Naturmuseums Senckenberg in Frankfurt am Main: „Für mich ist Dirk Steffens der ‚Al Gore des Artensterbens‘: Er schafft es, sperrige Themen und Begrifflichkeiten wie ‚Biodiversitätsverlust‘ in Wort und Bild seriös und faszinierend zugleich zu vermitteln. Dass die selbstzerstörerische Übernutzung der Natur inzwischen als zentrale Herausforderung für die Menschheit in Politik und Gesellschaft wahrgenommen wird, haben wir wesentlich auch ihm und seinem Engagement zu verdanken.“

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Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Paläontologe und bis Ende 2020 Generaldirektor des Forschungsinstituts und des Naturmuseums Senckenberg

Der so Gelobte schloss mit mahnenden und mit zuversichtlichen Worten: „Wir Menschen können nur innerhalb der Leitplanken leben und handeln, die von der Natur gesetzt worden sind. Die Belastungsgrenzen der Erdsysteme zu erkennen, ist für unsere Zukunft essentiell. Das 21. Jahrhundert ist deshalb das Jahrhundert der Geowissenschaften.“

Über die Fakultät und den neuen Ehrendoktor

Die Fakultät Biologie, Chemie und Geowissenschaften der Universität Bayreuth zeichnet Persönlichkeiten, die außergewöhnliche wissenschaftliche Leistungen – hierzu gehört auch die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse – in den Fächern Biologie, Chemie oder Geowissenschaften erbringen, mit einer Ehrenpromotion aus. Neben der Würdigung seiner Vermittler-Tätigkeit zwischen breiter Bevölkerung und Wissenschaftler*innen, erkennt die Fakultät an, dass Steffens eine Stiftung zum Erhalt der Biodiversität ins Leben gerufen hat. Kern der internationalen Stiftungsarbeit der „Biodiversity Foundation“ ist es nach eigenen Aussagen, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich darzustellen und zu verbreiten. Dirk Steffens ist der fünfte Ehrendoktor, den die Fakultät Biologie, Chemie und Geowissenschaften der Universität Bayreuth bisher verliehen hat. In der Geschichte der Universität wurde bisher 27 Mal die Ehrendoktorwürde verliehen.

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Prof. Dr. Christian Laforsch, Lehrstuhlinhaber Tierökologie, führte Dr. h.c. Dirk Steffens durch die Labors.

Vita Dr. h.c. Dirk Steffens

Dirk Steffens wurde 1967 in Stade geboren. Nach einer Ausbildung zum Fernmeldemechaniker machte er Abitur und studierte Geschichte und Politik. Steffens sammelte Berufserfahrung als Radiomoderator für den Deutschlandfunk und den Südwestfunk, durch Naturreportagen für ARD, WDR, VOX, Canal+, Discovery Channel und RAI. Dirk Steffens arbeitet seit 2007 als Moderator und Journalist an naturwissenschaftlichen Dokumentationen und Reportagen für das ZDF, für ARTE und für 3SAT. Seit Juni 2015 ist Steffens Mitglied des Kuratoriums der „Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung“ und auch dadurch in engem Austausch mit der Scientific Community der Bio- und Geowissenschaften. Steffens ist offizieller Botschafter der „UN Dekade für Biologische Vielfalt“, des World Wide Fund For Nature (WWF) und des „Jane Goodall Instituts“.

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Dr. h.c. Dirk Steffens wurde von Prof. Dr. Carl Beierkuhnlein, der den Kontakt zu Steffens hergestellt hatte, durch die Ausstellung geführt.

Über die Universität Bayreuth

Die Universität Bayreuth existiert seit 1975 und ist eine der erfolgreichsten jungen Universitäten in Deutschland. Sie liegt im „Times Higher Education (THE) Young University Ranking“ auf Platz 45 der 475 weltweit besten Universitäten, die jünger als 50 Jahre sind, und rangiert im QS World University Ranking in der Spitzengruppe der besten zehn Prozent von weltweit 5.500 Universitäten. 

Interdisziplinäres Forschen und Lehren ist Hauptmerkmal der 160 Bayreuther Studiengänge an sieben Fakultäten in den Lebens-, Natur- und Ingenieurwissenschaften, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie den Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften. Die Universität Bayreuth hat im Wintersemester 2020/21 rund 13.350 Studierende. Sie beschäftigt knapp 260 Professor*innen, etwa 1.650 wissenschaftliche und 1.000 nichtwissenschaftliche Mitarbeiter*innen auf dem Campus in Bayreuth sowie an der Außenstelle in Kulmbach. Sie ist der größte Arbeitgeber der Region. (Stand: Oktober 2021)

Kontakt

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Prof. Dr. Benedikt WestermannProfessur für Zellbiologie Dekan der Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften der Universität Bayreuth

Raum: 7.0.02.01 (NW 1)
Telefon: +49 (0)921 / 55-4300
E-mail: benedikt.westermann@uni-bayreuth.de

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Anja-Maria Meister

Pressesprecherin Universität Bayreuth

Telefon: +49 (0) 921 / 55-5300
E-Mail: anja.meister@uni-bayreuth.de

Zentrale Universitätsverwaltung – ZUV
Universitätsstraße 30, 95447 Bayreuth