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Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 176/2020 vom 14.12.2020

Neuer Studiengang „Global Food, Nutrition and Health (M.Sc.)“ in Kulmbach - deutschlandweit einmalig

Jetzt können sich Bachelorabsolvent*innen für den Master „Global Food, Nutrition and Health“ an der Universität Bayreuth auf dem Campus in Kulmbach bewerben. Zentrale Fragestellung dieses interdisziplinären, in Deutschland einzigartigen Masterstudiengangs ist die Versorgung aller Menschen mit ausreichenden Mengen qualitativ hochwertiger und nachhaltig produzierter Lebensmittel zur Förderung der Gesundheit - damit eine der wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Studienbeginn ist im Sommersemester 2021.

Global gesehen sind wir weit davon entfernt, alle Menschen so mit Lebensmitteln zu versorgen, dass sie ein aktives, gesundes Leben führen können. Nährstoffmangel ist als Teil von Unterernährung weit verbreitet. Parallel hierzu tritt allerdings vermehrt in vielen Teilen der Welt auch eine Überversorgung an Kalorien auf. Zudem ist der Zugang zu gesunder und ausreichender Ernährung extrem ungleich verteilt. 

Dies beeinflusst nicht nur die individuelle, sondern auch die gesellschaftliche Entwicklung, die zudem durch ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten belastet wird. Das berührt gesellschaftspolitische ebenso wie ernährungsphysiologische, politische, ökonomische, ökologische und rechtliche Fragen.

„Deshalb hat der Studiengang einen interdisziplinären Ansatz“, sagt Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, Direktor des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften an der Universität Bayreuth und maßgeblich verantwortlich für die Gestaltung des neuen englischsprachigen Masterstudiengangs „Global Food, Nutrition and Health“. „Wir wollen die Studierenden befähigen, komplexe Zusammenhänge und Fragestellungen zu erkennen und zu bearbeiten. Große Bedeutung hat dabei auch die Überführung in praktische Handlungsempfehlungen etwa für Unternehmen, NGOs oder Regierungen.“

Die Studierenden befassen sich mit Fragen wie: Wie kann den zu erwartenden oder bereits manifesten negativen Auswirkungen des Klimawandels begegnet werden? Wie kann die landwirtschaftliche Produktivität regional und global verändert werden, um eventuelle negative Folgeeffekte adäquat einzugrenzen? Wie können die Ursachen für Hunger und Mangelernährung – Armut und Ungleichheit – bewältigt werden? Welchen Einfluss haben Ernährungs- und Gesundheitsfragen auf die wirtschaftliche Entwicklung? Welche Rolle spielen demografischer Wandel und Bevölkerungswachstum?


Breite und Vielfalt im Studiengang

„Dieser Ansatz in seiner Breite und Vielfalt ist so in Deutschland einzigartig“, sagt Nagel. Neben relevanten theoretischen Kenntnissen in den Bereichen Naturwissenschaften, Ökonomie, Ethik, Rechtswissenschaften sowie Kultur- und Sozialwissenschaften stehen auch überfachliche Themen im Mittelpunkt – zum Beispiel, die Fähigkeit effiziente Lösungsansätze kultursensibel zu entwickeln oder Maßnahmen in Kooperation mit geeigneten Partner*innen und gegen potenzielle Widerstände um- und durchzusetzen. Auch Kompetenzen wie „Leadership“, Teamfähigkeit und Kreativität sollen den Studierenden vermittelt werden.

Die Absolvent*innen können nach ihrem Abschluss in Kulmbach in national und international agierenden Unternehmen arbeiten, in Forschungseinrichtungen ebenso wie in politischen und politikberatenden Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen. Nagel erläutert: „In diesen Bereichen gibt es einen erkennbar stetig steigenden Bedarf, der in Anbetracht von regionalen und globalen Krisen, Klimaveränderungen und der Zunahme der ernährungsassoziierten, nicht übertragbaren Erkrankungen stark wächst.“

Das Angebot richtet sich an Interessierte mit einem ernährungs- oder gesundheitswissenschaftlichen Bachelorabschluss, z. B. der Studiengänge (Lebensmittel- und) Gesundheitswissenschaften, Ernährungswissenschaften, Gesundheitsökonomie, Nursing/ Pflege oder Public Health. Absolvent*innen weiterer potenziell relevanter Bachelor-Studiengänge, wie z. B. Medizin, Naturwissenschaften, Politik, Sozialwissenschaften oder Soziale Arbeit, können mit der Auflage, die fehlenden ernährungsmedizinischen oder gesundheitswissenschaftlichen Grundlagen aufzuarbeiten, ebenfalls zugelassen werden. Eine lokale Zulassungsbeschränkung (numerus clausus) wird nicht angestrebt. Konkrete Zugangsvoraussetzungen und die Bewerbungsmodalitäten finden sich hier: https://www.globalfood.uni-bayreuth.de/en/index.html. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2021.

Kontakt

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Prof. Dr. Dr. med. habil. Dr. phil. Dr. theol. h. c. Eckhard NagelDirektor des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften

Universität Bayreuth
Prieserstraße 2
95444 Bayreuth
Tel.: +49 (0) 921/55-4801
Mail: img@uni-bayreuth.de
Web: http://www.img.uni-bayreuth.de

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Anja-Maria Meister

Pressesprecherin Universität Bayreuth

Telefon: +49 (0) 921 / 55-5300
E-Mail: anja.meister@uni-bayreuth.de

Zentrale Universitätsverwaltung – ZUV
Universitätsstraße 30, 95447 Bayreuth