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Universität Bayreuth, Pressemitteilung 174/2021 vom 02.12.2021

Die Universität Bayreuth begrüßt die heutige Entscheidung des Haushaltsausschusses im Bayerischen Landtag

Am 2. Dezember 2021 hat der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags über ein aus Kulmbacher und Bayreuther Sicht wichtiges Thema diskutiert: Auf der Tagesordnung stand die Freigabe der Mittel für den Grundstücksankauf „Güterbahnhofsgelände“ in Kulmbach. Die Abgeordneten haben dafür gestimmt und damit den Weg frei gemacht für den zeitnahen Kauf des Grundstücks durch den Freistaat Bayern. Damit ist ein wesentlicher Meilenstein erreicht: Die Standortfrage der Fakultät für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit und der Grundstückserwerb für den geplanten Neubau sind jetzt geklärt.

„Diese Entscheidung bringt uns unserem Ziel, den geplant 1.000 Studierenden, 22 Professor*innen und 150 Mitarbeitenden der neuen Fakultät in Kulmbach auch räumlich beste Bedingungen zu schaffen, einen großen Schritt näher“, kommentiert Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible.

Noch ist die Fakultät für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit teilweise hier, in den Gebäuden der alten Spinnerei untergebracht, heute hat der Landtag die Weichen für einen Neubau gestellt. (c) Stadt Kulmbach

"Ich danke allen Beteiligten bei der Stadt, beim Grundstückseigentümer und beim Freistaat, die sich dafür eingesetzt haben! Nicht zuletzt danke ich dem Team an der Uni Bayreuth und den weiteren beteiligten Behörden, die diese Entscheidung mit vorbereitet haben und sich auch weiterhin höchst engagiert für das Entstehen eines modernen, innovativen Campus in Kulmbach einsetzen werden.“  

Wissenschaftsminister Bernd Sibler betont: „Kulmbach ist der ideale Standort für die lebenswissenschaftliche Fakultät der Universität Bayreuth, denn die Stadt ist ein echtes Zentrum für Lebensmittel und Ernährung. So ergibt sich eine tolle Win-Win-Situation: Sowohl die Universität als auch die gesamte Region Oberfranken profitieren von dem neuen Hochschulangebot. Die gemeinsame Erklärung und die Mittelfreigabe sind wichtige Signale, mit denen wir nun auch der Realisierung des eigenen Campus – und damit hervorragenden Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre – ein großes Stück näherkommen. Besonders freut es mich, dass wir das Projekt durch unsere Hightech Agenda Bayern beschleunigen konnten, denn die Fakultät erhöht die Attraktivität der Universität Bayreuth weiter und passt mit ihrem interdisziplinären Ansatz zur höchst erfolgreichen ‚Schnittstellen-Philosophie‘ der Universität.“

Motivationsschub für die weiteren Planungen

Universitätskanzlerin Dr. Nicole Kaiser sagt: „Für uns ist das ein neuer Motivationsschub – vor allem für meine Kollegen und Kolleginnen vor Ort: Nun können wir mit der Planung eines Neubaus fortfahren. Wir wissen nun, dass wir tolle Entwicklungschancen für Forschung und Lehre bekommen. Der Gedanke der engen Vernetzung mit Partnern aus dem Bereich Lebenswissenschaften und Lebensmittel kann an diesem zentralen Ort ideal gelebt werden.“ Die Kanzlerin begrüßt vor allem das politische Signal, das heute ausgesendet wurde: „Mit dieser Entscheidung zeigt der Landtag, dass er voll hinter dem Projekt steht und dass auch in München die Bedeutung der siebten Fakultät in Kulmbach für ganz Bayern erkannt wird.“

Prof. Dr. Stephan Clemens, Gründungsdekan der Fakultät, hat die Diskussion im Landtag verfolgt: „Wir hatten die Gelegenheit, unsere Pläne den Abgeordneten vorzustellen und haben äußerst positives Feedback bekommen“, sagte er nach der Sitzung in München. „Jetzt sind endlich die rechtlichen und politischen Voraussetzungen geschaffen, um auf dem eingeschlagenen Weg zügig voranzuschreiten.“

Die Universität Bayreuth hat großes Interesse daran, dass für diese besondere Fakultät für Lebenswissenschaften eine beispielhafte Bebauung und Freiflächenplanung mit möglichst verkehrsarmer Erschließung konzipiert wird. Bevor aber die Bagger rollen und der Grundstein gelegt werden kann, ist noch viel zu tun. Was genau, das regelt die RLBau 2020, die Richtlinie für die Durchführung von Hochbauaufgaben des Freistaats Bayern. Wenn der Grundstückerwerb – auch notariell - vollzogen wurde, wird die Bearbeitung der nächsten Schritte unverzüglich veranlasst. Als erstes muss der Projektantrag durch die Universität Bayreuth auf der Grundlage des bereits genehmigten und ggf. fortzuschreibenden Raumbedarfsprogramms mit Unterstützung durch Staatliches Bauamt Bayreuth und Regierung von Oberfranken erarbeitet werden.

Hintergrund: Der Weg zum Campus in Kulmbach

Juni 2017: Beschluss des bayerischen Ministerrats, eine siebte Fakultät der Universität Bayreuth mit der Bezeichnung „Fakultät für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit“ mit bis zu 1.000 Studierenden, 150 Mitarbeitenden und 20 Professuren am Standort Kulmbach anzusiedeln

Dezember 2017: Erstes Fakultätsbüro in Kulmbach öffnet im „Pförtnerhaus“ der alten Spinnerei.

Juli 2018: Die Bayerische Staatsregierung billigt das wissenschaftliche Konzept und den Fahrplan zum Aufbau der Fakultät.

Oktober 2018: Änderung der Grundordnung der UBT zur Regelung des Aufbaus ihrer siebten Fakultät

Oktober 2018: Einzug in das Verwaltungsgebäude

März 2019: Eröffnung der Fakultät 7 für Lebenswissenschaften der Universität Bayreuth in Kulmbach mit Staatsminister Bernd Sibler

Oktober 2019: Aufnahme des Projekts „Fakultät 7“ in die High-Tech-Agenda der Staatsregierung

Mai 2020: Die erste Professur ist besetzt.

September 2020: Die erste Studentin der 7. Fakultät wird immatrikuliert.

November 2020: Start Online-Studienbetrieb der Fakultät 7 (wg. Corona-Bedingungen)

Juni 2021: Bezug der ersten Büros im „fritz“

Oktober 2021: Start Präsenzstudienbetrieb in Kulmbach – unter anderem im Kino und in Räumen der Volkshochschule und des örtlichen BRK

Oktober 2021: Bezug der ersten Laborräume im „fritz“

Anja-Maria MeisterPressesprecherin Universität Bayreuth

Telefon: +49 (0) 921 / 55-5300
E-Mail: anja.meister@uni-bayreuth.de