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Universität Bayreuth, Medienmitteilung Nr. 046/2021 vom 19.04.2021

Zu wenig Regen, zu viel Hitze, Niedrigwasser in Bächen und Flüssen: Wie gehen wir damit um?

Der Klimawandel hat nicht nur Auswirkungen auf die Böden in Wäldern und auf Feldern, die sich nach drei – insbesondere in Franken - besonders trockenen Sommern noch lange nicht erholt haben. Die Folgen für die Ökosysteme von Flüssen und Bächen werfen ebenfalls drängende Fragen auf. Diesen widmet sich die Auftaktveranstaltung des Dialogforums „Wasserkontroversen“ an der Universität Bayreuth. Expert*innen disikutieren auf Einladung des Projekts AquaKlif im Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung (BayCEER) am 20. Mai 2021 öffentlich über das Problem Niedrigwasser.

Ein völlig ausgetrocknetes Flussbett (hier die Kirnach am Pegel Unterthingau im Sommer 2018) macht ökologische und wasserwirtschaftliche Probleme.

Rund ums Wasser bringt der Klimawandel in vielen Bereichen neue Herausforderungen mit sich, zu deren Lösung es kontroverse Positionen gibt. Fachleute aus Forschung und Praxis diskutieren im Dialogforum "Wasserkontroversen" diese drängenden Fragen mit räumlichem Fokus auf den Süden Deutschlands. Als erstes dreht sich die Diskussion am Donnerstag, 20. Mai, um den Themenkomplex Niedrigwasser: Was bedeutet es für aquatische Ökosysteme, wenn ein Bach im Sommer ganz austrocknet oder wegen Sauerstoffmangel „umkippt“? Welchen Anteil macht in Trockenzeiten geklärtes Abwasser aus? Ist das riskant? Wie bewähren sich die Alarmpläne für Bayerns große Flüsse? Für Kontroversen sorgt in vielen Fällen die Frage, wer bei Niedrigwasser das verbleibende Wasser in Bächen und Flüssen für welche Zwecke nutzen darf.

Über diese Fragen diskutieren:

  • Prof. Dr. Stefan Peiffer, Inhaber des Lehrstuhls für Hydrologie und Direktor des BayCEER an der Universität Bayreuth (Moderation)
  • Prof. Johannes Barth, Hydrogeologe, GeoZentrum Nordbayern, FAU Erlangen-Nürnberg
  • Prof. Dr. Jürgen Geist, Aquatische Systembiologie, Wissenschaftszentrum Weihenstephan, TUM
  • Isabella Hirsch, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Franken e.V.
  • Eva-Barbara Meidl, Sachgebiet Wasserwirtschaft, Regierung für Unterfranken, Würzburg
  • Dr. Martin Mörtl, Gewässeraufsicht, Wasserwirtschaftsamt in Hof
  • Sebastian Schönauer, Sprecher des Arbeitskreis Wasser, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Zur Online-Teilnahme eingeladen sind alle, die im Bereich Wasser arbeiten, sowie alle, die mehr zum Thema erfahren wollen. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Sie unter: www.bayceer.uni-bayreuth.de/wasserkontroversen

Die „Wasserkontroversen“ werden im Zuge des Praxisdialogs vom Forschungsprojekt „AquaKlif - multiple Stressoren für Fließgewässer im Klimawandel“ organisiert und durch das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Bayerischen Klimaforschungsnetzwerks bayklif gefördert.

Gerne können wir vor der Veranstaltung ein Interview mit Prof. Dr. Peiffer vermitteln. Er ist Sprecher des Verbundprojekts AquaKlif. Im Projekt wird mit experimentellen Ansätzen, Messungen an Bächen sowie Modellrechnungen untersucht, wie sich steigende Temperaturen, eingeschwemmte Feinsedimente und schwankende Abflussmengen auf die Lebensbedingungen in Fließgewässern in Bayern auswirken – und mit welchen Maßnahmen sich hier gegensteuern lässt.

Kontakt

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Dr. Birgit ThiesLeitung BayCEER-Geschäftsstelle Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung (BayCEER)

Telefon: +49(0)921 / 55-5700
E-Mail: birgit.thies@uni-bayreuth.de
www.bayceer.uni-bayreuth.de
Universität Bayreuth
Dr.-Hans-Frisch-Straße 1-3, 95448 Bayreuth

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Anja-Maria Meister

Pressesprecherin Universität Bayreuth

Telefon: +49 (0) 921 / 55-5300
E-Mail: anja.meister@uni-bayreuth.de